Wie ein DNA Test mein Leben veränderte

16. Juni 2014 Mike Schwarz Allgemein

Wie ein DNA Test mein Leben veränderte

Die Statistik besagt, dass ca. 80% aller getesteten Männer tatsächlich die wahren Väter ausweisen. Sie besagt damit aber auch, dass die „Dunkelziffer“ so genannter „Kuckuckskinder“ nicht zu vernachlässigen ist. Beim DNA Test werden jene Erbmerkmale bestimmt, die der Vater auf sein Kind übertragen hat. Im Rahmen der DNA-Analyse werden zunächst nur 16 so genannte DNA-Marker im Sinne von Erbmerkmalen in Betracht gezogen. Bei ihrer Übereinstimmung beträgt die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft bereits schon 99,99%.

Wenn auch die Mutter bereitwillig gemeinsam mit Vater und Kind am Test teilnimmt, das wird zutreffend als „Triofall“ bezeichnet, kann das Ergebnis nochmals deutlich sicherer ausfallen als eben in dem so genannten „Defizienzfall“ mit Proben nur von Vater Kind. Aus diesem Grunde bestehen auch die Gerichte auf die Einbeziehung der Mutter, das gilt auch für Gutachten, die privat in Auftrag gegeben wurden. Wer also in einer gerichtlichen Auseinandersetzung einen Vaterschaftstest anführen möchte, sollte diese Formalie unbedingt beachten, um seinem „Beweismittel“ das nötige formale Gewicht zu verleihen.

Bei minderjährigen Kindern und einer sorgeberechtigten Mutter ist die Einwilligung der Mutter in den Vaterschaftstest zwingende Voraussetzung. Übrigens wird der Vaterschaftstest dann ungleich aufwendiger, wenn möglicherweise auch der Bruder des vermeintlichen Vaters als Erzeuger in Frage kommt. Solche Unsicherheiten soll es ja geben, so auch in meinem Fall:

Meine hübsche, blonde Freundin Gudrun liebte nicht nur mich, sondern auch das Leben. Sie war eine sehr lebendige junge Frau, die gern verreiste und viel lachte, und, vielleicht ohne es wirklich zu wollen, verdrehte sie allen Männern im Nu den Kopf. So war es auch nicht zu verhindern, dass mein eigener Bruder plötzlich unter dem Phänomen Wendehals litt. Als bei Gudrun nach kurzer Zeit die Schwangerschaft festgestellt wurde, erhob auch mein Bruder seinen Anspruch auf die Vaterschaft, was innerhalb der Familie einen äußerst spannungsgeladenen Zustand auf den Plan rief. Wie es Gudruns Art war, versuchte sie es wieder jedem Recht zu machen und beteuerte mir gegenüber, dass es auf jeden Fall mein Kind ist. So erzählte sie es aber auch meinem Bruder. Wir alle befanden uns in einem unlösbaren Dilemma mit der auf Dauer unerträglichen Folge gegenseitigen Hasses und Misstrauens. Der Gordische Knoten konnte tatsächlich nur zerschlagen werden mit diesem besonders aufwendigen DNA Test, mit dem auch noch das Erbgut der Brüder unterscheidbar ist.

Heute bilden Gudrun, unser Sohn Sven und ich endlich eine glückliche Familie. Mein Bruder erhielt damals eine lukrative Stelle im Ausland und fand dort eine gute Ehefrau, mit der er 3 Kinder hat. Wir stehen nun in gutem Kontakt, und die Familien haben sich auch gegenseitig besucht. Über die Vergangenheit sprechen wir nicht mehr, und wir alle schauen gemeinsam mit unseren Kindern nach vorn.

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