Trainingstipps für effektive Beckenbodengymnastik

15. August 2013 Jens Fiedler Gesundheit

Beckenbodengymnastik ist ein beliebtes Mittel bei Blasenschwäche. Besonders bei Frauen entsteht eine Blasenschwäche häufig durch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Diese zu kräftigen ist deshalb der erste, naheliegendes Schritt zur Heilung einer Inkontinenz. Auch wenn man nicht unter einer Blasenschwäche leidet, ist es ratsam, die Beckenbodenmuskeln regelmäßig zu trainieren. Denn so kann man das Risiko, später an einer solchen zu leiden, erheblich verringern.

Welche Muskeln werden trainiert?

Viele Frauen fühlen sich vom Beckenbodentraining zunächst überfordert. Da diese Muskelgruppe normalerweise rein unterbewusst kontrolliert wird, ist es anfangs sehr schwer, sie bewusst zu spüren und anzuspannen. Mit einigen Tricks kann man allerdings schnell ein Gefühl für diese unterschätzten Muskeln entwickeln. Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, mit welchen Muskeln Sie trainieren werden, können Sie eine einfache Übung machen. Versuchen Sie beim Urinieren, den Urinfluss anzuhalten. Die Muskeln, die sie hierfür benutzen, sind die Beckenbodenmuskeln. Diese Übung sollten Sie allerdings nicht regelmäßig durchführen. Merken Sie sich lieber das Gefühl und setzen Sie diese Erinnerung beim richtigen Beckenbodentraining ein.

Trainingstipps zur Beckenbodengymnastik

Achten Sie bei den Beckenbodenübungen besonders darauf, dass Sie keine anderen Muskeln abspannen. Besonders die Gesäßmuskeln werden häufig mit bewegt, wenn man versucht, den Beckenboden anzuspannen. Die Übungen sind aber nur dann wirksam, wenn nur der Beckenboden konzentriert trainiert wird. Außerdem sollte man darauf achten, während der Übungen ruhig weiterzuatmen. Während die bewusste Anspannung Kern der Beckenbodengymnastik ist, sollte man auch die Entspannung nicht vernachlässigen. Am besten ist es, sich einen Rhythmus anzugewöhnen, bei der Anspannungs- und Entspannungsdauer ungefähr gleich lang sind.

Disziplin und Regelmäßigkeit

Wichtig ist bei der Beckenbodengymnastik Disziplin. Besonders, wenn Sie erst mit dem Training beginnen, nachdem Sie bereits eine Blasenschwäche haben, kann es einige Monate dauern, bis sich merkliche Erfolge einstellen. Sollte sich also in den ersten Wochen noch nichts tun, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Die Erfolgsraten des Beckenbodentrainings sind sehr hoch. Es dauert einfach eine Weile, bis die Muskeln soweit aufgebaut sind, dass sie die Blasenfunktion wieder effektiv kontrollieren können. In der Zwischenzeit sollten Sie die Übungen möglichst mehrmals täglich durchführen. Da viele der Übungen im Sitzen oder Stehen durchgeführt werden können, kann man ganz einfach zwischendurch trainieren.

Weitere hilfreiche Links finden Sie auch hier:

Tena-Glossareintrag Beckenbodentraining

Video-Anleitung komplettes Core- und Beckenbodentraining

 

Beckenbodengymnastik, Beckenbodentraining, Blasenschwäche, Inkontinenzvorsorge,

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