Sichtschutzwände in unterschiedlichen Ausführungen

15. April 2013 Herbert Essay Allgemein

Ein äußerst wichtiges Gut ist vor allem in deutschsprachigen Ländern das Privatleben. Da die Baugründe rar sind, drängt sich oft Haus an Haus und viele Hausbesitzer fühlen sich wie auf dem Präsentierteller. Keiner liebt es, von seinem Nebenmann beobachtet zu werden, während man auf der Terrasse genüsslich ein Bier zu sich nimmt oder sich in der Badehose auf seiner Liege faulenzt. Falls man nicht ein wirklich inniges Verhältnis mit seinen Nachbarn hat, kann man zur Abwehr vor aufdringlichen Blicken auch Sichtschutzwände montieren lassen.

Sichtschutzwände gibt es in allen Materialien und Ausprägungen und haben meist eine Höhe von 170 – 190 cm. In wie weit man in seinem Garten Sichtschutzwände überhaupt installieren darf und wie groß diese sein dürfen, hängt vom einzelnen Nachbarschaftsrecht ab, was von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. Das Nachbarschaftsrecht gibt nur einen Rahmen vor und die einzelnen Gemeinden können als Folge ins Detail gehen und Material und Größe der zugelassenen Sichtschutzwände bestimmen. Der Zaun von Michael Ballack ist z.B. 180cm hoch. Erlaubt sind gemäß Vorgaben der Gemeindeverwaltung München aber nur 130cm Höhe. Aus exakt diesem Anlass hat er lange mit der Gemeindeverwaltung gestritten. So soll verhindert werden, dass Sichtschutzwände das Ortsbild einer Gemeinde deformieren und schöne Gärten vor der Öffentlichkeit versteckt werden. Vor allem Städte, die von Touristen gerne besucht werden, achten darauf. Man möchte verhindern, dass ein Ortsbild aus hohlen Gassen aus Sichtschutzwänden gebaut wird. Den Gemeinden missfallen insbesondere jene Sichtschutzwände, die längs der Straße aufgebaut werden.

Stellt man Sichtschutzwände hinter seinem Haus auf, wird die Gemeinde sehr selten etwas einzuwenden haben. In diesem Fall kommt als Folge möglicherweise mehr der Streit mit dem Nachbar ins Spiel. In der Regel kommt es zu einem Nachbarschaftsstreit, da sich der Nachbar durch Sichtschutzwände gestört fühlt. Es kommt als Folge weniger Licht auf das Anwesen, die Pflanzen wachsen nicht mehr so ansehnlich. Es sind in der Regel nur Kleinigkeiten. Die aber sorgen für einen riesigen Streit, der nicht selten dazu führt, dass die Nachbarn nie wieder ein Wort wechseln. Damit man eventuell solche Streitereien umgehen kann, wäre es eventuell angemessen, vor der Installation in Ruhe mit dem Anrainer darüber zu reden. Solange Zeit man sich auch an die Regelungen der Kommune hält, sollte sowieso nichts passieren, wenn man Sichtschutzwände montieren möchte.. Sollte dessen ungeachtet ein Nachbar mit rechtlichen Konsequenzen drohen, dann darf man sich einfach nicht ins Bockshorn jagen lassen. Das sind dann nichts als leere Drohungen, wenn man sich an die Verordnungen gehalten hat. Jeder hat das Recht, Sichtschutzwände hinzustellen, um sich auf seinem Grund und Boden etwas Privatleben zu gönnen. Der Sinn eines Eigenheimes ist es ja, sich vom Alltag entspannen zu können. Und das sollte ungestört denkbar sein. Und neugierige Blicke der Nachbarschaft sind fraglos ein unwillkommener Störfaktor in der freien Zeit. Logischerweise will man ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn haben, aber Ruhe und Frieden sind heutzutage ein teures Gut, das man sich natürlich erhalten will.

Sichtschutzwände,

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