Psychologie: Sadistische Sexualität

16. Dezember 2014 Mike Schwarz Allgemein

Psychologie: Sadistische Sexualität

Spätestens mit der Veröffentlichung von „50 Shades of Grey“ ist Sadomaso und BDSM jedem ein Begriff. Früher noch als bizarr oder gar krank angesehen, ist sadistische Sexualität in der heutigen Gesellschaft eine weitgehend anerkannte „Lebensform“. Aber wie kam es zu dieser Entwicklung und wieso reicht ein „normales“ Sexleben den meisten Personen einfach nicht mehr?

Ist sadistische Sexualität krank?

Wieso gehen Leute in ein BDSM Studio? Was gibt ihnen Sadomaso? Sind diese Leute psychisch krank? Eine Studie sagt eindeutig: Nein! Forscher fanden heraus, dass Menschen, die gern Sadomaso ausleben oder öfters ein BDSM Studio aufsuchen, bei bestimmten Indikatoren für seelische Gesundheit besser abschnitten als Personen, die diese Vorlieben nicht hatten. Laut der Studie sind Menschen, die BDSM ausleben, sogar glücklicher und gesünder als andere.

Sadomaso-Beziehungen sind unkompliziert

Hört sich unlogisch an, ist aber so: SM-Beziehungen sind einfacher als normale Beziehungen. In einer Gesellschaft, die von Kapital, Leistungsdruck und Macht lebt, graut es vielen Menschen davor, in einer „komplizierten“ Beziehung zu leben, in der man – Hilfe! – über Gefühle und Wünsche diskutieren muss. Das alles gibt es in SM-Beziehungen nicht. Ein SM-Vertrag ermöglicht es, dass eine der häufigsten Konfliktursachen eliminiert wird: die Aufgabe der Autonomie, wenn man sich auf eine „normale“ Beziehung einlässt. Durch einen SM-Vertrag gibt man allerdings freiwillig den freien Willen auf – Autonomie ist kein Thema mehr. Auch die ewige Diskussion der Gleichberechtigung in einer Partnerschaft wird gestrichen, denn der Vertrag macht einvernehmliche, vertraglich abgesicherte Ungleichheit akzeptabel und „normal“. Dennoch bleibt eine wichtige Komponente in solchen Beziehungen weiterhin bestehen: das Vertrauen. Denn nur mit vollständigem Vertrauen funktioniert eine SM-Beziehung überhaupt.

Einfach mal loslassen wollen

Verantwortung bestimmt unser Erwachsenenleben. Familie, Kinder, Job, all das steht auf der Tagesordnung. Viele empfinden das starke Bedürfnis, sich einfach fallen zu lassen. Der Gang in ein BDSM Studio ist anfangs oft eine Hürde, macht dann aber nahezu süchtig. Domina Zürich verrät, dass der Kick für viele ist, sich komplett hinzugeben, komplett abschalten zu können. Oft können das viele beim „normalen“ Sex nicht. Laut Domina Zürich kommen viele Männer, um Fantasien ausleben zu können, die sie aus Respekt vor ihrer Ehefrau als Mutter ihrer Kinder gar nicht ausleben können. Da ist die Hemmschwelle viel zu groß. „Nach einer harten Arbeitswoche wollen die meisten einfach nur spielen“, so Domina Zürich. Und damit ist wohl alles gesagt.

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