Konservierung durch Verpackungsmaterial

17. Januar 2013 Herbert Essay Allgemein

Lebensmittel zu verpacken ist ein Bedürfnis, das fast so alt ist wie die Menschheit selbst. Verpackungsmaterial ist dafür unumgänglich. Die Verpackung ermöglicht es, Nahrungsmittel besser befördern zu können und sie länger haltbar machen zu können. Bereits sehr früh kam der Tonkrug als Verpackungsmaterial zum Einsatz. Die ersten Nachweise reichen bis in die Urgeschichte der Menschen zurück, dass Tonkrüge verwendet wurden. Dereinst musste ein Gefäß hauptsächlich praktisch sein. Heute wird bei der Verpackung vermehrt darauf geachtet, dass sie visuell attraktiv gestaltet ist. Dadurch wird mittlerweile äußerst viel Müll produziert und die Umwelt wird auf lange Sicht belastet. Etliche Artikel wie Nahrungsmittel werden meist in Plastik und noch einmal extra mit Karton verpackt, um ansprechend für den Inhalt zu werben. Dadurch soll der Eindruck von mehr geschaffen werden, allerdings im Prinzip wird dadurch nur mehr Verpackungsmaterial verschwendet. Diese Problemstellung ist aber erst binnen der vergangenen 200 Jahre entstanden, wo mehr und mehr Müll aufkam.

Die urgeschichtlichen Menschen lebten als Jäger und Sammler, die sich solange in einem Gebiet aufhielten, solange man Nahrung fand. Erst als die Menschen sesshaft wurden und mit Ackerbau und Viehzucht begannen, wurde es notwendig, Lebensmittel zu konservieren. Beliebt waren daher Methoden wie Räuchern, Trocknen und Pökeln, um Fleisch haltbar zu machen. Behälter, in den man Nahrungsmittel aufbewahren konnte, kannte man schon länger als Verpackungsmaterial. Allerdings erst im 19. Jahrhundert wurden die ersten Verschlüsse für Gläser erfunden. Fast revolutionär als Verpackungsmaterial war letztendlich die Erfindung der Konservendose. Man mag es schwerlich glauben, allerdings indirekt geht diese Erfindung auf Napoleon Bonaparte zurück. 1795 setzte er ein Preisgeld von 12.000 Goldfranc aus, wenn jemand für seine Soldaten im Feld ein entsprechendes Verfahren entwickelte. Ein französischer Zuckerbäcker erhitzte Nahrungsmittel auf etwa 100 Grad und füllte sie darauffolgend in Gläser. Diese Idee wurde einige Jahre später von einem Engländer übernommen, nur ersetzte dieser die Gläser durch Blechbehälter. Auf diese Art und Weise war das Verpackungsmaterial der Neuzeit geboren – die Konservendose. Da die ersten Dosenöffner erst 50 Jahre nach den Konservendosen erfunden wurden, brauchte man am Anfang noch Hammer und Meißel, um die Dosen zu öffnen.

Das Verpackungsmaterial Blech gehört heute zu den beliebtesten Materialien, was die Anfertigung von Konservendosen betrifft. Inzwischen werden jedes Jahr an die 300 Milliarden Dosen produziert. Während der Industrialisierung galt die Konservendose als sehr bedeutende Erfindung. Die Konservendosen waren darüber hinaus ausschlaggebend dafür, dass in den USA im 20. Jahrhundert die ersten Getränkedosen auf den Markt kamen. Als Verpackungsmaterial wurden sie äußerst schnell ausgesprochen beliebt. In den Dreißigern brachte eine Brauerei aus New Jersey erstmals Bier in Dosen auf den Markt. Das neue Verpackungsmaterial setzte sich rasch durch, weshalb schon ein Jahr später ebenfalls anti-alkoholische Getränke in Getränkedosen abgefüllt wurden. Tetrapak-Verpackungsmaterial für Getränke gibt es im Übrigen erst seit ungefähr 60 Jahren. Im Laufe der Zeit hat es sich also so entwickelt, dass es kaum noch Produkte ohne Verpackung zu kaufen gibt. Egal ob Obst, Fleisch oder High-Tech-Produkte – jeglicher Artikel wird mit einer zweiten Haut, einem Verpackungsmaterial, ausgestattet, bevor es zu den Kunden gelangt.

Verpackungsmaterial,

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