Jack Wolfskin mit den besten Windjacken

17. Oktober 2012 Herbert Essay Shopping

Ein kurzer Check des Kleiderschrankes offenbart es offensichtlich: Die alte Windjacke ist schon recht dünn und die Chance, damit noch einen Urlaub auf den Bergen „zu überleben“, ist eher als gering einzuschätzen. Im Bekanntenkreis hat man gesehen, dass es jetzt Jacken mit Futter gibt, das man heraustrennen kann – damit ist eine Jacke dieser Art über das ganze Jahr tragbar und sie macht so gut wie alles mit.
Der erste Impuls ist, dass man ebenfalls eine Jacke mit derart hohem Nutzwert sein Eigen nennen möchte.

Aber woher nehmen und überhaupt – was kostet eine Jacke dieser Art? Bestimmte Marken wie Jack Wolfskin oder Mammut sieht man bei den Freunden, aber bei den Preisen, die so eine Jacke kostet, schreckt man sich erst einmal. Dann fragt man sich, ob es wirklich Markenware sein soll und zieht auch eine „No Name Jacke“ in Erwägung, die aber zumindest von der Qualität her gesehen, dem Markenprodukt sehr nahe kommen sollte.
Mit dieser Erkenntnis und ein paar Vorstellungen, wie die Jacke beschaffen sein soll, macht man sich auf den Weg durch die Geschäfte. Doch schon nach kurzer Zeit stellt man fest, dass der Großteil aller Fachhändler für Sportartikel zu einem überwiegenden Teil doch nur höherpreisige Markenprodukte führen. Dort eine Jacke von Mammut, die einem viel zu kurz ist, in einem anderen Geschäft eine Jacke von Jack Wolfskin, bei der die Farbe nicht gefällt. Neongrün ist zwar praktisch, wenn man sich bei Nacht und Nebel in der freien Wildbahn bewegt, aber nur mit Abstrichen anziehbar und man mag es auch nicht, wenn die Jacke nicht über den Po reicht. In einem anderen Geschäft ist die Auswahl an Jack Wolfskin-Jacken zwar recht groß, rot als Farbe würde man auch nehmen, aber man ist sich nicht sicher, welche Größe nun die perfekte ist. Eine Verkäuferin käme nun gerade recht. Obwohl man gleich drei von ihnen hinter der Verkaufstheke stehen sieht, sind diese sehr beschäftigt – mit Informationsaustausch.
Es ist sicher verständlich, dass man sich ärgert und die Absicht hegt, die gewünschte Jacke in einem anderen Geschäft anzuprobieren. Jack Wolfskin scheint im erreichbaren Umkreis das einzige Unternehmen zu sein, die die gewünschte Jacke mit herausnehmbarem Innenfutter produziert, also überwindet man seine Markenabneigung und schlägt den Weg in Richtung Jack Wolfskin-Store ein. Hier ist man positiv überrascht. Kaum hat mein einen Fuß über die Schwelle des Stores gesetzt, kommt schon eine Verkäuferin auf einen zu und fragt einen, welche Wünsche man hat. Also erzählt man von seiner Suche nach einer Jacke, die wirklich alles mitmacht, wandern, schifahren, geocachen. Ein Innenfutter soll sie auch haben, das man herausnehmen kann und somit die Jacke auch in dünnere Form tragen kann.
Man probiert also einige Jack Wolfskin-Modelle an. Die hellblaue Jacke gefällt einem ja sehr gut, aber die gibt es nicht mehr in der gewünschten Größe. In der anderen Farbe wäre das Modell noch da, aber da weiß man ganz genau, dass einem die Farbe nicht steht. Also entscheidet man sich schweren Herzens dafür, eine Herrenjacke von Jack Wolfskin anzuprobieren. Die Farbkombination entspricht zwar nicht dem Wunschtraum, aber dafür ist die Jacke als Herrenmodell deutlich länger geschnitten. Am Ende entscheidet man sich für eine eher dezentere Farbe, weil man weiß, dass eine Jacke in diesen Farben weitaus praktikabler ist, wenn sie im Gelände bei einer Wanderung einmal nicht sauber bleibt. Und man freut sich, als man am Ende erfährt, dass im Jack Wolfskin-Store gerade Schlussverkauf ist und man die Jacke um ein Viertel günstiger bekommt.

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