Der Hut ist im Film unabdingbar

12. Januar 2013 Herbert Essay Lifestyle & Mode

Im Lauf der Zeit hat sich der Hut oft gewandelt. Kälte, Feuchtigkeit und Sonnenstrahlen sollten mit der Kopfbedeckung abgehalten werden. Darüber hinaus zeigte das Kleidungsstück die Herkunft und die soziale Stellung seines Trägers an. Früher war es unvorstellbar, dass man ohne Kopfbedeckung auf die Straße ging – heutzutage hat sich das geändert. Heutzutage wird der Hut allerdings recht oft bei gesellschaftlichen Ereignissen wie dem Pferderennen in Ascot präsentiert. Das Rennen zeichnet sich mittlerweile dadurch aus, dass seine Besucherinnen mit auffallenden und ungewöhnlichen Hut-Modellen erscheinen. Je interessanter das Modell, desto mehr Aufmerksamkeit.Die Designer toben sich bei der Formgebung aus und so kommen stellenweise überdimensionale, phantastische und auffällige Modelle dabei heraus. Federn, Schleifen und Figuren schmücken die Hüte der Damen. Heute tragen wieder viele den sogenannten Trilby. Dieser klassische Hut, der eigentlich für Männer gestaltet wurde, ist ein kleines Modell mit schmaler Krempe. Heutzutage gibt es diesen Hut in den verschiedensten Varianten. Sogar in Pink, mit Pailetten besetzt oder mit Tiermustern versehen, kann man die Kopfbedeckung kaufen. Wie so oft waren auch hier die Stars tonangebend, die mit der Kopfbedeckung gesehen wurden. Sie werden, je nach Modell, von Frauen und Männern jeder Altersgruppen getragen.

In Film und Fernsehen gibt es auch einige Figuren, die ohne ihren Hut undenkbar sind. Sherlock Holmes und sein Deerstalker-Hut sind ein gutes Beispiel dafür. Dieses karierte Modell mit einem Sichtschutz am vorderen und einer Krempe am hinteren Teil wird in Großbritannien auf dem Land bei der Jagd getragen, wie der Name schon sagt. Interessant ist, dass Arthur Conan Doyle an keiner Stelle in seinen Romanen und Geschichten rund um den berühmten Detektiv erwähnt, dass Holmes einen solchen Hut getragen hat. Die Kopfbedeckung dürfte erst danach hinzugefügt worden sein. Wer ebenfalls oft mit einem Hut verbunden wird, ist Abraham Lincoln. Der bekannteste US-Präsident des 19. Jahrhunderts besuchte sogar seine Truppen im Bürgerkrieg mit Frack und Zylinder.

In vielen Redewendungen kommt der Hut auch vor, ein paar von ihnen haben ihren Ursprung bereits im Mittelalter. Neben seiner Bedeutung als Kopfbedeutung hat das Wort nämlich noch eine weitere Bedeutung: Es heißt auch „Wache“ oder „Obhut“. Die Redewendung „auf der Hut sein“ bezieht sich auf die zweite genannte Bedeutung. Sie bedeutet, dass man sich in Acht nimmt, sehr wachsam ist. Seine Herkunft hat diese Redewendung in der Sprache der Soldaten. Wer zur Wache außerhalb des Lagers eingeteilt war, war damit auf der Hut. Aus der Mitte des 14. Jahrhunderts kommt auch eine weitere bekannte Redensart der Moderne: „Es geht einem etwas über die Hutschnur“. Entstanden ist der Ausdruck in der Stadt Eger, wo sich die Kreuzbrüder und die Deutschherren darüber uneins waren, wie viel Wasser aus der gemeinschaftlichen Wasserleitung entnommen werden durfte. Am Ende durfte der Wasserstrahl nicht dicker als die Schnur eines Hutes sein. Hielt man sich nicht an diese Bestimmung, konnte man dafür verurteilt werden.

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