Die Geschichte von Socken und Strümpfen

18. Juli 2013 Mike Schwarz Lifestyle & Mode

Die Geschichte von Socken und Strümpfen

Als Vorläufer des Socken gelten die Fußlappen. Im 13. Jahrhundert wurden diese dabei nicht einzeln, sondern in zusammengenähter Hosenform getragen. Erst ab dem 15. Jahrhundert wurden sie wieder von der Hose abgetrennt.

In der Bronzezeit gab es Bein-, Waden- und Schenkelbinden, aus Wolle oder Tierfell, die sich die Menschen um das Bein wickelten. Danach folgten Wickelmaschen, die kreuzförmig um den Unterschenkel gewunden wurden. Die Römer trugen dann als Erste anstelle dieser Beinbinden Kniehosen, die sich allmähliche durchsetzten. Seit dem 8. Jahrhundert setzen sich langsam längere Beinkleider durch, woraufhin später die Strumpfhose folgte.

Auch Strümpfe gab es bereits im alten Rom. Damals wurden so die sogenannten Schlupfschuhe bezeichnet, den komödiantische Schauspieler zur Hauskleidung trugen. Die altertümliche Fußbekleidung hatten rein äußerlich nicht viel mit den heutigen Socken zu tun. Sie bestanden aus Wolle oder Leder und waren mit den Hose verbunden, weshalb sie als Strumpfhosen bezeichnet würden.
Vor den Römern kannten auch schon die Ägypter gestrickte Strümpfe. Beweise hierfür fanden sich bei paläontologischen Ausgrabungen vieler alter ägyptischer Gräber. Hier wurden konservierte Kindersocken aus Wolle gefunden. Diese Mode hat sich jedoch erst einmal nicht in Europa durchgesetzt.
Im byzantinichen Reich trugen die Frauen und Männer ebenfalls Beinkleider unter ihren Röcken, die im laufe der Zeit immer enger wurden. Diese Beinkleider bestanden nun nicht mehr rein aus Wolle, sondern aus farbigen Tüchern.
Im 14. Jahrhundert wurden diese dann vor allem von Männern unter ihren Röcken getragen. Es kamen allerdings viele Beschwerden aufgrund der eng anliegenden Form der Strumpfhosen auf. Vor allem, da die getragen Röcke immer kürzer wurden. Daraufhin wurden zu kurze Männerröcke vielerorts verboten.
Ab dem 15.Jahrhundert wurden die etwa Waden- oder Knielangen Beinkleider verlängert und am Rock befestigt. Somit ergab sich aus den zwei an der Unterhose befestigten Beinligen, das Kleidungsstück der Strumpfhose. Richtige Strümpfe gibt es zu dieser Zeit jedoch noch nicht.

Von der Kleidung abgetrennte Beinkleider wurden in Europa erstmals im 16. Jahrhundert gebraucht. Diese bestanden nun nicht mehr aus Wolle sondern Seide. Eine alte Geschichte besagt, dass die Königin Elizabeth die Erste gestrickte seidene Socken trug, um ihre Füße zu wärme und diese in England populär machte. Auch ihr Vater Heinrich der Achte besaß ein paar Beinkleider als Geschenk aus Spanien. Nach dieser Zeit begann der Vormarsch dieser Art der Fußbekleidung.
Heute gibt es zahlreiche Modelle, Farben und Längen. Die Funktion, die Füße zu wärmen und sie vor Blasenbildung zu schützen, sind aber damals wie heute die Selben.

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