Die Erfolgsgeschichte der Jeans

11. November 2012 Herbert Essay Lifestyle & Mode

Die Jeans ist ein klassisches Bekleidungsstück, dass zum Alltag gehört und das es in unzähligen Ausführungen gibt. Ihr Erfinder hatte sie als Arbeitshose gedacht, sie wurde dann immer beliebter und ist auch nach mehr als einhundert Jahren ein absoluter Topseller auf dem Markt. Das Patent erhielt der Erfinder der Jeans im Jahre 1873. Zu Beginn wurde sie aus braunem Segeltuch aus Hanffaser produziert. Man wechselte dann zum Baumwollstoff und färbte diesen blau ein. Durch Nieten verstärkte man die Nähte der Hosen. Cowboys, Farmer und Eisenbahnarbeiter waren die allersersten, die die Jeans, die wie erwähnt als Arbeitshose diente, trugen.

Die allerersten Freizeithosen gab dann in den 20er Jahren. Aber erst 1953 wurde die allererste Damenjeans in Europa hergestellt, die den hübschen Namen „Girls-Camping-Hose“ trug. Ungewöhnlich für heutige Verhältnisse ist die Tatsache, dass der Zipp der Jeans an der Seite war, vorne wäre es für diese Zeit anstößig gewesen. Diese Jeans für Damen produzierte ein Unternehmen, das in vielen Ländern bekannt ist, jedoch ist es nicht vielen bewusst, dass es eine deutsche Firma ist. Wer in den 50er Jahren in Europa ein Statement setzen und protestieren wollte, der zog sich eine Jeans an. Die vorwiegend jungen Menschen, die diese Hose trugen, wollten sich abgrenzen. Im danach folgenden Jahrzehnt war sie bereits zum Kultobjekt geworden. Die 70er brachten dann die weiten Hosenbeine und die Schlagjeans war in Mode.Einen besonders hohen Hosenbund hatten die Hosen für Damen, die in den 80er Jahren aktuell waren.

Eng mussten die Hosenmodelle zu dieser Zeit sein, die Modelle im folgenden Jahrzehnt sahen aber wieder komplett anders aus. Zu jener Zeit etablierte sich der Baggy-Style bei den Hosen, die weiten Modelle waren vermutlich von den Skatern erfunden worden, andere meinen wiederum, der Stil kommt von den amerikanischen Häftlingen. Das neue Jahrtausend brachte alte Trends zurück und so orientierte man sich an den 80ern. Der Röhrenschnitt bei der Jeans kam wieder in Mode, allerdings war er nur für dünne Menschen geeignet. Zurzeit setzt bei den Damenjeans die Variante „Boyfriend“ einen Trend. Der Schnitt der Jeans ist recht weit und es macht den Eindruck, als würde die Trägerin dieser Jeans die Hose von ihrem Freund anhaben. Diese Mode kommt, wie so häufig, aus Hollywood.

Nicht nur die Schnittmuster der allerseits begehrten Hose änderten sich mit den Jahrzehnten. Mit der Zeit veränderten sich auch die Farbgebungen. Begonnen hat der Modetrend mit der bekannten Blue Jeans, dann kamen mehr Farben dazu. Mal in tiefem Dunkelblau, mal in hellen Stone washed oder in undefinierbarem Fleckenmuster, bei dem man zwischen schmutzigen oder gewollt gefärbten Stoffen stellenweise nicht differenzieren konnte. Die Jeans auch hatte im Laufe der Zeit unterschiedliche Bezeichnungen. Texashose wurde sie beispielsweise im Deutschland der 50er Jahre genannt. In der DDR, die zu wörtlichen Stilblüten neigte und wo sie teilweise in der Schule und auf öffentlichen Veranstaltungen nicht erlaubt war, hieß sie Nietenhose. Nicht nur die Hose an sich, auch der Denimstoff, aus dem sie hergestellt wird, und aus dem auch Jacken, Hemden und Kleider genäht werden, wird als Jeans bezeichnet.

Hosen, Jean, Jeans,

Comments are currently closed.


Powered by WordPress. Designed by elogi.
Zur Werkzeugleiste springen