Der große Boom rund um Luftentfeuchter

5. Dezember 2012 Herbert Essay Heim & Haus

Luftentfeuchter sind stets gefragt – kein Wunder, denn Feuchtigkeit in Wohnräumen ist ein Problem, das häufiger vorkommt als man denkt und in der Regel enorme Probleme im Sinne einer Beeinträchtigung der Lebensqualität bis hin zu gesundheitlichen Schwierigkeiten bereitet.
Luftentfeuchter , die manchmal auch nur Entfeuchter genannt werden gibt es mittlerweile in unterschiedlichsten Leistungsklassen und für verschiedenste Einsätze wie zum Beispiel im Haushalt oder auch für den gewerblichen Bereich.
Grundsätzlich kann Feuchtigkeit in Räumen aus unterschiedlichsten Ursachen entstehen – in Wohnräumen liegt die Ursache oft schon in der Bauphase begründet, bzw. oft auch im Zuge einer Sanierung, also des Tausches von Fenstern und dergleichen mehr.
Tatsache ist: reagiert man zu spät auf ein Feuchtigkeitsproblem, in dem man es zum Beispiel verabsäumt, einen Luftentfeuchter oder Entfeuchter zum Einsatz zu bringen und zu dem auf begleitende Maßnahmen wie kontinuierliches und vor allem richtiges Lüften verzichtet, dann sind enorme Kosten und Unannehmlichkeiten die Folge.
Auf der einen Seite kommen Luftentfeuchter bei baulichen Maßnahmen aller Art, bei denen man es mit feuchten Bausubstanzen zu tun hat, zum Einsatz, auf der anderen Seite sind Entfeuchter ein adäquates Tool zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit in Naßräumen wie Schwimmbädern oder Räumlichkeiten mit hoher Anfälligkeit für Feuchtigkeitsbildung wie Wintergärten, Kellern oder Waschküchen, das hilft Schimmel zu beseitigen oder erst gar nicht auftreten zu lassen.
Ein weiteres Einsatzgebiet von einem Entfeuchter der höheren Leistungsklasse ist die kurzfristige Unterstützung der Trockenlegung nach Rohrbrüchen oder Überschwemmungen, beispielsweise nach Hochwasser oder Löschungen.
Diese Tools arbeiten in der Regel nach dem Prinzip der Kondensationstrocknung. Dabei wird die feuchte Luft mittels eines Ventilators vom Bautrockner angesaugt, im Inneren des Luftentfeuchters von einer Sekunde zur anderen unter die Taupunkttemperatur abgekühlt und so kommt es zum Kondensieren. Das Kondenswasser wird in einem separaten Behältnis aufgefangen und die getrocknete Luft erwärmt und abermals an die Luft übermittelt. Da sich die trockene Luft mit der verbliebenen feuchten Luft wieder verbindet, entzieht sie so übrige Feuchtigkeit aus dem Raum. Nach diesem System funktionieren auch einige Wäschetrockner im privaten Bereich.
Ein weiteres Verfahren, dass Bautrockner einsetzten, ist das der Absorption in hygroskopischen Flüssigkeiten. Eine hygroskopische Flüssigkeit (z.B. eine wässrige Salzlösung) nimmt dabei den Wasserdampf auf und entzieht damit der Luft die Luftfeuchtigkeit – die getrocknete Luft wird abermals in den Raum abgegeben.
Neue Luftentfeuchter verfügen bereits über eine elektrotechnische Automatikanzeige, damit ist es möglich, den gewünschten Trocknungsgrad einzustellen. Der Luftentfeuchter schaltet sich anschließend automatisch aus sowie der Trocknungsgrad erreicht wird. Damit wird unnötiges Funktionieren des Geräts vermieden und die Umwelt durch den verminderten Stromverbrauch auf lange Sicht geschont.
Der Luftentfeuchter muss einige Stunden nach einem Transport nicht bewegt werden, damit sich die Kühlflüssigkeit abermals gleichmäßig in den Leitungen verteilen kann. Das ist mit einem Kühlschrank vergleichbar.
Luftentfeuchter kann man bei darauf spezialisierten Anbietern mieten, denn eine Anschaffung zahlt sich nicht immer aus aus. Er wird ja lediglich für die Dauer der Trocknung eingesetzt.
Grundsätzlich gilt: ganz egal für welchen Einsatzbereich man einen beabsichtigt einzusetzen, wichtig ist, sich vor ab genau über die verschiedenen Leistungsklassen von einem Fachbetrieb beraten zu lassen und somit sicher zu gehen, das geeignete Gerät zur Anwendung zu bringen.

Luftentfeuchter,

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