Blasenschwäche bei Männern ist behandelbar

28. März 2014 Jens Fiedler Gesundheit

Eine schwache Blase ist bei Männern nicht nur eine Frage des Alters. Häufig tritt sie in Verbindung mit anderen Erkrankungen, wie beispielsweise einer Vergrößerung der Prostata, Prostatakrebs, Parkinson, Alzheimer oder Übergewicht auf. Es gibt verschiedene Arten und Ursachen für diese Krankheit. Damit die genaue Form der Blasenschwäche bestimmt werden kann, sollte der Hausarzt oder ein Facharzt aufgesucht werden. Fachärzte sind in der Lage eine passende Diagnose zu stellen und dabei auch die individuelle Vorgeschichte des Patienten zu berücksichtigen. Die häufigsten Inkontinenzarten bei Männern sind: Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz.

Blasenschwäche und Prostatabeschwerden

Dranginkontinenz ist die häufigste Form der Blasenschwäche bei Männern. Sie wird dadurch gekennzeichnet, dass Männer mehr als acht Mal am Tag und während der Nacht urinieren müssen. Eine häufige Ursache dafür ist eine vergrößerte Prostata. In akuten Fällen muss daraufhin die Prostatavergrößerung operativ entfernt werden.

Nach einer Prostataoperation tritt dann bei einigen Männern eine Belastungsinkontinenz auf. Häufige Anzeichen dafür sind der ungewollte Verlust von Urin beim Lachen, Husten, Laufen oder Springen. Bei den meisten Betroffenen kommt es nur nach der Operation zu einer kurzen Inkontinenzepisode. Es gibt jedoch auch Fälle bei denen die Blase und die Beckenbodenmuskulatur nach der Operation langfristig geschwächt sind.

Behandlungsmethoden

In diesen Fällen helfen neben der Einnahme von Medikamenten auch Maßnahmen wie Beckenboden- und Blasentraining.

Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur kann im Zusammenspiel mit Biofeedback und Elektrotherapie zur Verbesserung der Blasenschwäche beitragen. Beim Training wird unter Anleitung von Physiotherapeuten oder anderen Spezialisten gezielt die Beckenbodenmuskulatur trainiert. Im Fall von Blasentraining wird durch kontinuierliches Training die Blasenkapazität beständig gesteigert. Für den Erfolg beider Therapieansätze ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend.

Zusätzlich kann jeder Mann auf eine Vielzahl an Blasenschwächeprodukten zurückgreifen. Im Handel und Apotheken gibt es aufsaugende Einlagen, die Urin binden und unangenehme Gerüche neutralisieren. Je nach Stärke der Blasenschwäche gibt es auch saugfähige Einwegunterwäsche, Tropfensammler, Windeln und sockenähnliche Einlagen. Um das passende Produkt zu finden ist eine enge Abstimmung mit dem behandelnden Arzt hilfreich.

Auch kleine Veränderungen in der Lebensführung können den ungewollten Urinverlust bei Männern lindern. Patienten mit schwacher Blase sollten grundsätzlich nicht rauchen und den Konsum von Alkohol und koffeinhaltigen Getränken nach Möglichkeit vermieden.

 

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