Bikini Hits für die Badesaison

3. Oktober 2012 Herbert Essay Lifestyle & Mode

Die Geschichte der Bikinis ist eine sehr lange. Schon in der Antike wurden die Zweiteiler auf den Wänden abgebildet. Dadurch lässt sich die Mode auf bis zu 400 vor Christus datieren.  Die altertümlichen Malereien wurden in einem sizilianischen Bergstädtchen entdeckt.  Gezeigt werden darauf Frauen, die nur ein Höschen und Brustbänder tragen, die dem heutigen Bikini überaus ähnlich sehen.  Welchen Zweck diese Kleidung allerdings zu dieser Zeit hatte, konnte bis jetzt noch nicht geklärt werden. Man vermutet, dass es sich um Unterwäsche, Sport- oder Bademode handelte. Selbst zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es noch so, dass zu viel nackte Haut bei den Frauen am Strand schnell zu einer Verhaftung führen konnte.

Früher sprach man von einer „vornehmen Blässe“, doch in den 1930ern wechselte dieser Trend zu einer „gesunden Bräune“ In Amerika wurde eine Kollektion mit dem Namen „Palm-Beach-Connection“ auf den Markt gebracht. Diese breitete sich auch nach Europa aus. Das Unterteil war ein kurzer Rock, das Oberteil ein BH. Das Tragen von Zweiteilern wurde im Jahre 1932 in Deutschland verboten und als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurden die Bestimmungen für Bademode verschärft. Es wurde ein Gesetzt erlassen, dass lediglich das Tragen von Einteilern mit Beinansatz am Stand erlaubte. Erst im Jahre 1946 war es dann soweit und Louis Réard brachte den ersten Bikini, wie wir in heutzutage kennen, auf den Markt. Den Namen erhielt der weltberühmte Zweiteiler von dem Bikini-Atoll. Im selben Jahr als die Bikinis auf den Markt kamen, wurden dort Atombomben-Versuche durchgeführt.  Louis Réard musste im Jahre 1946 eine Nackttänzerin engagieren um sein gewagtes Kleidungsstück vorzuführen. Die anderen Models trauten sich nicht mit Bikinis über den Laufsteg.

Zu Anfang der Erfolgsära sah die Gesellschaft den Bikini als zu freizügig und skandalträchtig. Die gewagte Bademode war an ein paar Stränden auch verboten. Als Marilyn Monroe den Bikini im Jahre 1953 trug, wurde er salonfähig. In diesem Jahr wurde der Bikini von einer weiteren Berühmtheit präsentiert. Brigitte Bardot zeigte sich auf dem Filmfestival von Cannes damit. Die Menschen verloren mehr und mehr die Scheu und wurden freizügiger. Spätestens in den 60er Jahren waren die Bikinis weltweit verbreitet. Einen großen Beitrag zu dem Erfolg des freizügigen Zweiteilers leistete die Schauspielerin Ursula Andress. Die Schauspielerin trug einen Bikini in „James Bond jagt Dr. No“ und die Bilder gingen um die Welt.  Bis 1965 war die Bademode allerdings noch an vielen Stränden verboten und wurde erst allmählig toleriert.  Als zu dieser Zeit das Wirtschaftswachstum aufkam, wurde eine neue Ära eingeleitet und es kam zu einer Jugendrevolution. Ein neuer Markt entstand und ein neuer dazu passender Werbeslogan kam auf.  Eine ganze Generation trug von da an Minirock und Bikini. Die aufmüpfige Jugend der 60er Jahre wollte damit auch die Gleichberechtigung der Frauen zeigen.

Heutzutage ist die zweiteilige Bademode komplett etabliert und Bikinis werden in unzählbar vielen Ausführungen angeboten. Vom Monokini, über Trikini und Tankini bis hin zum Mixkini ist alles erlaubt.  Die Zeiten haben sich geändert und so galt beispielsweise im Damen-Beachvolleyball auch bis vor kurzem eine Bikini-Pflicht bei der Ausübung ihres Sports.

Bikini,

Comments are currently closed.


Powered by WordPress. Designed by elogi.
Zur Werkzeugleiste springen