Aktuelle Informationen zum Führerschein in Deutschland

20. November 2012 Checking Web Auto & Verkehr

Endlich ist es soweit, unser Führerschein erhält ein Verfallsdatum: Bitte vor der Verwendung im Kühlschrank aufbewahren und nicht hinein beißen. Nach Abholung und erstmaligen Einsatz automatischer Verfall 15 Jahre nach Ausgabedatum. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Fahrschullehrer. Führerscheine in Deutschland und der Europäischen Union sollen ab 2013 nur noch 15 Jahre lang gültig sein, danach muss eine neue Fahrerlaubnis beantragt werden. Das sieht eine Richtlinie der EU aus dem Jahre 2006 vor, die die Bundesrepublik spätestens im kommenden Jahr umsetzen muss. Sie betrifft jeden Führerscheininhaber, auch Fahrer der Automarke Infiniti.

Damit werden im kommenden Jahr vollkommen neue Regeln zum Erwerb und Erhalt des Führerscheins eingeführt. Für die Dokumente gilt zukünftig, wie auch schon für Reisepässe und Ausweise, eine maximale Gültigkeit von 15 Jahren, dann muss ein neuer her. Dies wurde in der Zwischenzeit von der Bundesregierung, nach einer Anfrage, bestätigt. Bevor jetzt überall im Lande Panik ausbricht: Führerscheininhaber müssen eine neue Fahrerlaubnis beantragen, sobald der Geltungszeitraum abgelaufen ist. Dafür muss jedoch keine neue Prüfung abgelegt werden. Sämtliche Führerscheine, die vor 2013 ausgestellt wurden bleiben weiterhin gültig, müssen jedoch spätestens 2033 umgetauscht werden. Der Grund für die Befristung liegt in einer Richtlinie der EU aus dem Jahr 2006, die von der Bundesregierung bis nächstes Jahr umgesetzt sein muss. Laut Verkehrsministerium wird es dann auch nur noch ein Führerscheindokument innerhalb der Europäischen Union geben.

Laut dem Ministerium sorge der regelmäßige Austausch der Dokumente dafür, dass diese immer und jederzeit auf dem neuesten Stand der Technik sind, außerdem könne man durch ein aktuelles Passbild den Fahrer erheblich besser identifizieren und überprüfen, was auch der Sicherheit zugute kommt. Keine Prüfung, kein Reaktionstest, nichts….. man muss nur alle 15 Jahre nachweisen dass man noch lebt, dann bekommt man einen neuen Führerschein und kann sich eine Limousine kaufen – als ob jemals ein Toter einen Führerschein beantragt hätte! Wir haben ausdrücklich nachgefragt und die Bestätigung erhalten, dass es im Zuge des Austauschs keinen Gesundheitscheck oder irgendeine andere Untersuchung geben, erklärte das Ministerium. Allerdings muss der Bundesrat noch zustimmen. Ist den Politikern eigentlich klar, welche Chance sie hier verschenken, das Gesundheitssystem umfassend zu reformieren? Von allen Führerscheininhabern alle 15 Jahre runde 100 Euro für einen Gesundheitscheck, daran gesundet jede sieche Krankenkasse!

Allerdings gab es in der Vergangenheit immer wieder Befürchtungen, dass die Regierung mit der Umsetzung der Richtlinie auch Tauglichkeitstests für ältere Autofahrer einführen könnte. Artikel 7 der Richtlinie stellt es den Mitgliedstaaten frei, die „Erneuerung von Führerscheinen von einer Prüfung der Mindestanforderungen an die geistige und körperliche Tauglichkeit“ abhängig zu machen. In anderen Staaten wurden solche Prüfungen längst eingeführt. Spanische Autofahrer, die älter als 45 Jahre sind, müssen sich alle fünf Jahre untersuchen lassen, in Italien ab dem 65. Lebensjahr alle zwei Jahre. In den Niederlanden besteht diese Pflicht ebenfalls, jedoch erst jenseits der Siebzig für die Fahrer von Cabrios, die erkälten sich schneller als andere. Spätestens hier wird die Möglichkeit der Krankenkassensanierung deutlich sichtbar. Schließlich ist bekannt, dass die südeuropäischen Staaten derzeit akute finanzielle Probleme haben. Die Richtlinie der EU kam zur richtigen Zeit und spült Geld in die Kassen, und nicht nur alle zwei Jahre. Man erkennt das auch an den Niederländern. Denen scheint es gut zu gehen, niemand muss hier etwas nachweisen, bevor er nicht mindestens 70 Jahre alt ist.

Auto, Limousine,

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